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Und wenn die Haut ein Spiegel dessen wäre, was im Inneren vor sich geht? Rötungen, Glanz, hartnäckige Pickel… diese Hautsignale erzählen oft eine tiefere Geschichte als nur ein oberflächliches Problem. Unter den stillen Verdächtigen nimmt Zucker einen besonderen Platz ein.

 

Überall in unserer Ernährung vorhanden, beeinflusst er Hormone, Entzündungen und das Gleichgewicht der Haut.

 

Entschlüsselung einer lange unterschätzten Verbindung und konkrete Lösungen, um seine Auswirkungen zu begrenzen, ohne auf Genuss zu verzichten!

Laure-Anne Graf
Laure-Anne Graf
Co-direktorin @ Grangettes Switzerland
Artikelübersicht

Zucker: ein heimlicher Feind der Haut

Ein Stück Schokolade, ein Gebäck zum Frühstück, eine Limonade am Abend… und am nächsten Morgen zeigt sich ein Pickel... Zufall? Nicht wirklich! Seit einigen Jahren wird Zucker immer mehr als Ursache für Hautprobleme angesehen.

 

Wenn man an Zucker denkt, kommen einem spontan Bonbons, Gebäck oder Limonaden in den Sinn. Doch Zucker beschränkt sich nicht nur auf den süßen Geschmack. Er umfasst auch raffinierte Kohlenhydrate wie Weißbrot, industrielle Teigwaren oder stark verarbeitete Fertiggerichte. Diese Lebensmittel haben einen hohen glykämischen Wert, was bedeutet, dass sie einen schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels bewirken.

 

Dieser plötzliche Anstieg des Blutzuckers führt zu einer starken Ausschüttung von Insulin. Insulin wirkt jedoch nicht nur auf die Regulierung des Blutzuckers: Es beeinflusst auch die Hormone, die an der Talgproduktion beteiligt sind. Hier beginnt der Zusammenhang zwischen Zucker und Pickeln sich abzuzeichnen...

Insulin, Hormone und überschüssiger Talg

Wenn Insulin ansteigt, regt es indirekt die Produktion von Androgenen an, Hormone, die die Aktivität der Talgdrüsen fördern. Das Ergebnis: Die Haut produziert mehr Talg. Ein Überschuss an Talg kann die Poren verstopfen, das Wachstum von Bakterien begünstigen und die Entstehung von Mitessern, entzündlichen Pickeln und sogar Zysten! verursachen.

Die Rolle der Entzündung

Zucker ist auch an Entzündungsprozessen beteiligt. Eine Ernährung mit vielen schnell verfügbaren Zuckern fördert eine chronische, niedriggradige Entzündung im Körper. Akne ist jedoch eine entzündliche Hauterkrankung. Diese innere Entzündung kann sich äußerlich durch eine empfindlichere Haut, rote, schmerzhafte und hartnäckige Pickel zeigen.

 

Doch das ist nicht alles... Zucker trägt zu einem Vorgang namens Glykation bei: Er bindet sich an Proteine wie Kollagen und Elastin und verändert deren Struktur. Langfristig kann dies die Haut schwächen, die Heilung von Pickeln verlangsamen und Aknenarben verstärken.

 

Zucker und Pickel

Sind alle Zuckerarten gleich schädlich für die Haut?

Gute Nachricht: Nicht alle Zucker sind gleich. Die natürlichen Zucker in Früchten, die mit Ballaststoffen, Vitaminen und Antioxidantien einhergehen, wirken anders als raffinierte Zucker. Ballaststoffe verlangsamen die Zuckeraufnahme und begrenzen Blutzuckerspitzen.

 

Im Gegensatz dazu vereinen stark verarbeitete Produkte oft mehrere ungünstige Faktoren für die Haut: Zucker, schlechte Fette, Zusatzstoffe und geringe Nährstoffdichte. Diese bereiten besonders bei akneanfälliger Haut die größten Probleme!

Warum reagieren manche Menschen empfindlicher als andere?

Auf Zucker reagiert nicht jede Haut gleich. Verschiedene Faktoren spielen eine Rolle:

  • Die Veranlagung;
  • Das hormonelle Gleichgewicht;
  • Stress;
  • Die Beschaffenheit des Darmmikrobioms;
  • Der Schlaf.

Manche Menschen können Zucker ohne sichtbare Folgen essen, während bei anderen nach einigen Ausnahmen Pickel entstehen.

 

Besonders Stress verstärkt die Wirkung von Zucker auf die Haut. Er erhöht das Cortisol, ein Hormon, das Entzündungen und Talgproduktion fördert. Eine zuckerreiche Ernährung zusammen mit chronischem Stress schafft somit ein besonders günstiges Umfeld für Hautunreinheiten.

Wie kann man zuckerbedingte Pickel vermeiden?

Den Zucker völlig zu meiden ist weder realistisch noch wünschenswert. Ziel ist nicht der Verzicht, sondern das Gleichgewicht. Also, was essen für schöne Haut?

Lebensmittel, die für eine klarere Haut zu bevorzugen sind

Lebensmittel mit niedrigem oder mittlerem glykämischem Wert helfen, Insulinspitzen zu vermeiden, die für überschüssigen Talg verantwortlich sind. Sie unterstützen auch das hormonelle und entzündliche Gleichgewicht:

  • Grünes und buntes Gemüse: Brokkoli, Zucchini, Spinat, Karotten, Paprika. Reich an Ballaststoffen und Antioxidantien, regulieren sie den Blutzucker und fördern die natürliche Hautentgiftung;

  • Ganze Früchte (in Maßen): Äpfel, Birnen, Beeren, Zitrusfrüchte. Ihre Ballaststoffe verlangsamen die Zuckeraufnahme und begrenzen die Wirkung auf die Haut;

  • Vollkorngetreide: Vollkornreis, Quinoa, Haferflocken, Sauerteigvollkornbrot. Sie stabilisieren die Energie und verhindern Heißhunger auf Süßes;

  • Hülsenfrüchte: Linsen, Kichererbsen, rote Bohnen. Hervorragend für Blutzucker und Darmflora;

  • Gute Fette: Avocado, Olivenöl, Nüsse, Chia- oder Leinsamen. Sie wirken entzündungshemmend und sind vorteilhaft bei Hautunreinheiten;

  • Qualitativ hochwertige Eiweiße: Eier, Fisch, Geflügel, Tofu, Tempeh. Sie verlangsamen die Kohlenhydrataufnahme und unterstützen die Hautreparatur;

  • Fermentierte Lebensmittel: Naturjoghurt, Kefir, rohes Sauerkraut, Miso. Sie stärken das Darmmikrobiom, das oft mit der Hautgesundheit verbunden ist.

Lebensmittel, die bei Pickeln zu begrenzen sind

Diese Lebensmittel verursachen schnelle Blutzuckerspitzen, regen Insulin an und fördern Entzündungen, was sich in Akneausbrüchen zeigen kann:

  • Raffinierte Zucker: Bonbons, Gebäck, industrielle Kekse, Schokoriegel;

  • Gesüßte Getränke: Limonaden, industriell hergestellte Fruchtsäfte, Energydrinks;

  • Stark verarbeitete Produkte: Fertiggerichte, salzige Snacks, sehr zuckerhaltige Frühstückscerealien;

  • Weißmehlprodukte: Weißbrot, weiße Nudeln, süßes Gebäck;

  • Gesüßte Milchdesserts: aromatisierte Joghurts, Puddings, industrielle Flans;

  • Häufiges süßes Naschen: ständiges Knabbern über den Tag verteilt, das den Insulinspiegel hochhält.

Die Bedeutung des Darmmikrobioms

Zunehmend zeigen Forschungen den Zusammenhang zwischen Darm und Haut, oft als Darm-Haut-Achse bezeichnet. Eine zuckerreiche Ernährung kann das Darmmikrobiom aus dem Gleichgewicht bringen, entzündungsfördernde Bakterien begünstigen und die Darmbarriere schwächen. Dieses Ungleichgewicht kann sich in Hautentzündungen äußern, darunter Akne.

 

Um das Mikrobiom zu unterstützen, wird empfohlen, die Aufnahme von Ballaststoffen, fermentiertem Gemüse und probiotikareichen Lebensmitteln zu erhöhen und den Konsum von raffiniertem Zucker zu begrenzen.

 

Zucker und Pickel

Kann man sich weiterhin etwas gönnen?

Ja, unbedingt! Frust führt oft zu Gegenreaktionen und kann Essanfälle auslösen. Die Idee ist ein bewusster Umgang: Zucker gelegentlich genießen, ohne Schuldgefühle, und dabei die Reaktionen der Haut beobachten. Sie können ein kleines Ernährungstagebuch führen, um persönliche Auslöser besser zu erkennen.

 

Hausgemachte Desserts, die weniger süß und nährstoffreicher sind, sind ebenfalls eine gute Alternative. Genuss gehört zum Gesamtgleichgewicht, und Stress wegen der Ernährung kann der Haut genauso schaden wie der Zucker selbst!

Welche Creme hilft, Entzündungen im Gesicht zu mindern?

Wenn Ihre Haut zu Unreinheiten neigt, wählen Sie eine Pflegeroutine mit einer Gesichtscreme, die entzündungshemmende Inhaltsstoffe enthält. Die beruhigende Gesichtscreme von Grangettes Switzerland enthält Vitamin B12, einen talgregulierenden Wirkstoff, der die Haut ins Gleichgewicht bringt.

 

Außerdem spendet sie dank Hyaluronsäure, Oliven-Squalan, Allantoin und Betain tiefenwirksam Feuchtigkeit für eine weichere und geschmeidigere Haut. Diese Creme bietet Schutz vor Umwelteinflüssen durch Ectoin und beruhigt empfindliche Haut mit Bisabolol. Um Pickel im Gesicht zu begrenzen, ist sie daher unverzichtbar!

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